10. März 2022
Pfeifer Group

Gleisanschluss auf der Zielgeraden

Im Beisein zahlreicher Kommunalpolitiker fuhr kürzlich die erste Baulokomotive auf dem Gleisanschluss in den Pfeifer-Standort in Lauterbach ein. Nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit startet der Bahnbetrieb im April.

Für das holzverarbeitende Unternehmen, das den Standort in Lauterbach in den Jahren 2008/2009 komplett neu errichtet hatte, ging ein ebenso alter Wunsch in Erfüllung. Gernot Hormeß, Geschäftsführer der Pfeifer Holz GmbH, und Andreas Schmid, Geschäftsführer und Werksleiter, bedankten sich beim Lokalaugenschein des neuen Gleisanschlusses für die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Behörden und Baufirmen. Hormeß: „Das Vorhaben wurde lange Zeit intensiv diskutiert. Aber nun wird das Ergebnis für Umwelt, Anrainer und unsere Rohstoffversorgung wesentliche Entlastung bringen.“ Vor einer interessierten Abordnung aus Lokalpolitikern sprach auch Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller von einem großen Tag: „Die Zusammenarbeit mit der Firma Pfeifer erfolgt stets offen und partnerschaftlich. Ihre Bemühungen, den Standort immer weiter zu verbessern, reflektieren auf die gesamte Region.“

Rohstoff rein, Produkte raus

Die Gleisbauarbeiten auf der rund 1,7 km langen Strecke zwischen dem Bahnhof Wallenrod und dem Pfeifer-Standort sind nahezu abgeschlossen. Mittels Bauzug wird derzeit noch das Schotterwerk verdichtet, weshalb auch eine Baulokomotive die Premieren-Einfahrt ins Werk absolvierte. Bis Anfang/Mitte April soll die Gleisanlage so weit fertig sein, dass erste Rundholzlieferungen im Werk eintreffen können. Schmid berichtet: „Wir planen vorerst mit 4 bis 5 Ganzzügen in der Woche. Diese werden in Fulda getrennt und das Rundholz gelangt auf Halbzügen ins Werk. Ein Ganzzug entspricht etwa 50 LKW-Ladungen, die dementsprechend täglich eingespart werden.“ Drei Gleisstränge am Rundholzplatz ermöglichen den reibungslosen An- und Abtransport der Waggons. Auch für den Abtransport von Produkten aus dem Sägewerk wurden am Werksgelände entsprechend Gleise verlegt. 

230 Arbeitsplätze

Hintergrund für das 16 Mio. Euro teure Großprojekt war die langfristige Absicherung des Standorts mit dem Rohstoff Holz. Immer öfter muss das herkömmliche Einzugsgebiet von ca. 100 km für Rundholzlieferungen ausgedehnt werden, um die Produktionen auszulasten und damit Arbeitsplätze zu sichern. Schmid: „Wir verwenden ausschließlich Holz aus Deutschland. Der Gleisanschluss erlaubt es uns jedoch, Rundholz auch über größere Strecken umweltfreundlich zu transportieren und beispielsweise bei Windwürfen rasch zu reagieren.“ 230 MitarbeiterInnen beschäftigt Pfeifer aktuell in Lauterbach, 90 weitere im zweiten hessischen Werk in Schlitz. Damit zählt Pfeifer zu den wichtigsten Arbeitgebern im Vogelsbergkreis.

Zur Pfeifer Group

Die Pfeifer Group zählt zu den traditionsreichsten und wettbewerbsstärksten Unternehmen der europäischen Holzindustrie mit rund 2.100 MitarbeiterInnen an derzeit acht Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien. Der Firmensitz des familiengeführten Konzerns befindet sich in Imst (Tirol/Österreich). Rund 4 Mio. Festmeter Holz werden jährlich in den vollintegrierten Sägewerken der Gruppe eingeschnitten und entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu Schnittholz und Hobelware, Betonschalungsplatten, Schalungsträgern, Brettsperrholz (CLT), Brettschichtholz, verleimten Massivholzplatten sowie Palettenklötzen, Briketts, Pellets und Biostrom verarbeitet. Exportiert wird in 90 Länder weltweit, rund 90 % des Umsatzes macht Pfeifer jedoch in den europäischen Kernmärkten.

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Rainer-Hans Vollmöller, Bürgermeister der Kreisstadt Lauterbach, lobt die gute Zusammenarbeit mit der Firma Pfeifer.

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Gernot Hormeß, Geschäftsführer der Pfeifer Holz GmbH (Mitte), begrüßt den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak (links) sowie weitere Vertreter der beteiligten Behörden und Baufirmen.

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Geschäftsführer und Werksleiter Andreas Schmid erklärt die Vorteile des Gleisanschlusses.

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Rund 1,7 km beträgt die Gleisstrecke zwischen dem Bahnhof Wallenrod und dem Pfeifer-Standort. 

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Mittels Bauzug wird derzeit noch das Schotterwerk verdichtet, weshalb auch eine Baulokomotive die Premieren-Einfahrt ins Werk absolvierte.

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