18. März 2017

Vorzeigeprojekt „LandeckRind“

Auf Initiativen der bäuerlichen Vertreter des Bezirkes Landeck wurde gemeinsam mit dem Krankenhaus St. Vinzenz Zams ein regionales Vorzeigeprojekt gestartet. Seit Anfang November letzten Jahres steht das „LandeckRind“ auf dem Krankenhaus-Speiseplan. Das Fleisch dafür stammt ausschließlich von Landecker Bergbauernbetrieben. Geschlachtet werden Jungstier, Kalb oder Ochs von bester Qualität einmal im Monat in Fließ.

Die Feinzerlegung des Schlachtkörpers wird dann von Metzgermeister in Abstimmung mit dem Küchenleiter des Krankenhauses durchgeführt. Damit kann das jeweilige Schlachtrind optimal nach den Anforderungen der Küche des Krankenhauses zerlegt werden. Das einzigartige bei dem Projekt: das gesamte Schlachtrind wird vom Krankenhaus übernommen und nicht nur die Einzelteile, wie sonst üblich.  „Allein daran sieht man, dass die Verantwortlichen zu mehr als 100 Prozent hinter der Sache stehen,“ meint Elmar Monz.

Höchste Qualität aus der Region

„Die Rückmeldungen von unseren Patienten, Mitarbeitern und Besuchern sind durchwegs positiv. Man fühlt sich einfach besser, wenn man weiß woher das Fleisch kommt“, erklärt Krankenhaus Geschäftsführer Bernhard Guggenbichler. „Was wir besonders schätzen, sind die hohe Produktqualität. Die Leistungen und Arbeit die in den hochwertigen Produkten der Bauern steckt ist unverkennbar. Die Wertschätzung für die Arbeit der Bauernfamilien schlägt sich auch in einem angemessenen Produktpreis nieder. Besonders wichtig ist uns, dass beim die Wertschöpfung auch bei unseren regionalen Partner ankommt. Auch deshalb sind wir gerne Teil des Projekts“, so Guggenbichler weiter.

Küchenleiter Erich Waldner verarbeitet ausschließlich Rindfleisch von Bauern aus dem Bezirk Landeck. Im Krankenhaus werden täglich rund 1200 Mahlzeiten an Patienten und Mitarbeiter ausgegeben. „Unser oberstes Ziel dabei ist es, die Lebensmittelsicherheit und die Nachhaltigkeit zu garantieren“, erklärt Waldner.

Auswahl und Qualitätssicherung durch die Landwirtschaftskammer

Die Bezirkslandwirtschaftskammer fungiert dabei als Drehscheibe. Das bedeutet, die Anmeldung von Seiten der Bauern und die Auswahl der Schlachtrinder werden von uns aus erledigt.  Die Abstimmungen mit dem Metzger und mit dem Krankenhaus erfolgen auf kürzestem Weg. Damit die Klassifizierung und die Abrechnung für alle Seiten transparent erfolgen, haben wir uns die „Tiroler Viehmarketing“ als Partner geholt.  Sie verfügt über entsprechende Abrechnungsprogramme und auf Basis ihrer Preistabelle plus Regionalzuschlag erfolgt die Auszahlung zum Bauern.

Chance für regionale Fleischproduzenten

„Für einige von unseren Betrieben eröffnet sich damit die Möglichkeit in die professionelle Fleischrinderproduktion einzusteigen und sich darauf zukünftig zu spezialisieren.  Solche Projekte motivieren alle Beteiligten und wir hoffen, dass es noch viele Nachahmer gibt die ‚LandeckRind‘ auf der Speisekarte haben wollen, oder auch andere Produkte von unseren Bergbauernbetrieben verwenden“, freut sich Elmar Monz über den Projekterfolg.

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Küchenchef Erich Waldner zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Projekt und lobte im Rahmen der Pressekonferenz vorallem die Metzger- und Bauernbetriebe für die ausgezeichnete Fleischqualität.

Bildnachweis: Krankenhaus St. Vinzenz Zams (Abdruck honorarfrei)

Die Verkostung des LandeckRinds in seiner ursprünglichsten Form bleibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Pressekonferenz vorbehalten - rohes Fleisch kommt bei den Patienten nicht auf den Teller.

Bildnachweis: Krankenhaus St. Vinzenz Zams (Abdruck honorarfrei)

Starke Partner schaffen eine Vorzeigekooperation im Tiroler Oberland. 

v.l.: Erich Waldner (Küchenleiter Krankenhaus St. Vinzenz Zams), Ing. Mag. Peter Frank (Bezirksstellenleiter der LK-Landeck), Dipl. KH-Bw. Bernhard Guggenbichler (Geschäftsführer Krankenhaus St. Vinzenz Zams), Dr. Peter Raggl (Bauernbunddirektor), Elmar Monz (Bezirksbauernobmann), Bernd Jurschitsch (Metzgermeister). Bildnachweis: Krankenhaus St. Vinzenz Zams (Abdruck honorarfrei)