Die Generalversammlung des Telfer Bades beschloss im vergangenen Jahr, die kommunale Einrichtung mit einer modernen Photovoltaikanlage auszustatten. „Wir freuen uns mit dem Ingenieurbüro ehoch2 und der Firma Metallbau Nocker kompetente Partner zur Umsetzung unseres Projektes gefunden zu haben. Unter ihrer Regie wurden 401 Solarmodule mit einer Leistung von 135 kWp auf einer Fläche von 661 m² auf den Dachflächen verbaut“, erläutert Markus Huber, Geschäftsführer des Telfer Bades. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Anlage beträgt 132.000, - Euro. Von der OeMag (Abwicklungsstelle für Ökostrom AG) wird die Neuanschaffung mit einer Fördersumme in Höhe von 34.000, - Euro unterstützt.
Das Zusammenspiel der beiden Projektleiter Florian Jamschek (ehoch2) und Alexander Hilber (Metallbau Nocker) ermöglichte eine optimale Umsetzung: „Das Projekt im Telfer Bad konnte nach einer reibungslosen Testphase einwandfrei abgeschlossen werden. Die Unterkonstruktionen samt aufliegender Solarmodule wurden zum überwiegenden Teil nach Osten und Westen ausgerichtet. So gelingt es, die über den Tag erzeugte Energie optimal zu nutzen und keine schwer verwertbaren Spitzen zu erzeugen“, erklären beide unisono.
Der Jahresertrag der Anlage beträgt rund 130.000 kWh (zum Vergleich: ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich (drei bis vier Personen) benötigt pro Jahr ca. 3.500 kWh, in Summe könnten ca. 37 Haushalte mit Strom aus der Photovoltaik-Anlage des Telfer Bades bedient werden). Nach der Refinanzierung können pro Jahr rund 14.000,- Euro Stromkosten eingespart werden. „Neben den wirtschaftlichen Vorteilen erreichen wir durch die Nutzung von Sonnenenergie eine CO² Reduktion von 25,5 Tonnen pro Jahr. In Hinblick auf den österreichischen Strommix entspricht dies einer Summe von ca. 200 g CO²/kWH. Es gelingt uns somit, den CO²-Abdruck der Marktgemeinde Telfs spürbar zu reduzieren“, freut sich der Telfer Bürgermeister Christian Härting über den gelungenen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.
Im Rahmen der Energieoptimierung des Telfer Bades stehen bereits weitere Maßnahmen zur Diskussion. So findet ein regelmäßiges Monitoring des Verbrauches (z.B. Wärmemengenzähler, Subzähler bei Strom, Wasserzähler und vieles mehr) statt. In den kommenden Monaten sollen dadurch weitere Einsparungspotenziale eruiert und intelligent ausgeschöpft werden. „Unser Ziel ist ganz klar ein kontinuierlicher Umstieg auf erneuerbare Energien. Im Zuge dessen prüfen wir auch unterschiedliche Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Telfer Institutionen“, erklärt Cornelia Hagele, Vizebürgermeisterin der Marktgemeinde.
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