17. Juni 2019
Maximilianjahr 2019

Maximilianjahr 2019: App macht Geschichte hör- und sichtbar

Das Jahr 2019 steht in Tirol ganz im Zeichen von Kaiser Maximilian I. Anlässlich seines 500. Todestages würdigen das Land Tirol sowie die Stadt Innsbruck den bedeutenden Wegbereiter mit einem umfassenden Bildungs-, Kultur- und Veranstaltungsprogramm. Ein Höhepunkt ist die mobile App namens „1519: Tirol + Maximilian x 10“, welche die Nutzerinnen und Nutzer auf eine interaktive Zeitreise entlang zehn historischer Dreh- und Angelpunkte mitnimmt.

Digitale Erkundungstour

Zentrale Orte in Tirol, sogenannte Mittelpunktsiedlungen, unterziehen sich in der Zeit von Kaiser Maximilian I. einem Wandel, dessen Spuren heute noch nachvollziehbar sind. Um diese prägende Geschichte bestmöglich erfahrbar zu machen, wurde die App „1519“ entwickelt, die mittels Videos und Audio-Erzählungen ein historisches Netz über Tirol spannt. Seit Dienstag, 11. Juni können Nutzerinnen und Nutzer dank der kostenlosen Anwendung auf spielerische Art und Weise mehr über den herrschaftlichen Glanz aber auch über das alltägliche Leben in einer Zeit des Umbruchs erfahren. Ziel des Projektes ist es, wissenswerte Inhalte an ein breites Publikum zu vermitteln. „Die App richtet sich an alle: Kinder, Erwachsene, Einheimische oder Touristen und nicht nur an Spezialisten und Kulturliebhaber“, betont Manuel Lampe von der projekttragenden Agentur fundus GmbH. Schauplatz für die Rundgänge sind insgesamt 54 einzelne Stationen in den zehn historischen Orten Hall in Tirol, Imst, Innsbruck, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Lienz, Rattenberg, Reutte und Schwaz.

Schauplatz Landeck

Auch wenn Kaiser Max das heutige Landeck hauptsächlich auf seiner Durchreise von oder nach Süden oder für Jagdausflüge aufsuchte, blieb die Region nicht unbeeinflusst von seinem Handeln und Wirken, erläutert Robert Gander vom Büro Rath & Winkler, verantwortlich für die inhaltliche Konzeption der App. So sind beispielsweise Maximilians berüchtigte Schulden ein Thema, über das der Nutzer beim Schloss Landeck Näheres erfährt. Peter Vöhl, Vizebürgermeister und Obmann des Sport-, Freizeit- und Kulturausschusses, hat die „1519“-App bereits installiert und freut sich, dass Landeck Teil des Projektes ist: „Mit der App wurde eine tolle und vor allem nachhaltige Anwendung kreiert, die mithilfe der Tourismusverbände und lokalen Experten auch noch wachsen kann.“ TVB TirolWest Geschäftsführerin Simone Zangerl ist auch vom touristischen Nutzen der App überzeugt: „Die meisten Gäste bei uns in der Region sind an geschichtlichen Hintergründen interessiert. Mit der neuen App wird Gästen an bestimmten Orten die nötige Information zur Geschichte bereitgestellt – auch schon vorab daheim.“

Schauplatz Imst

An fünf Stationen - dem Johannesplatz, der Floriangasse, der Bezirkshauptmannschaft, der Pfarrkirche und dem Streleweg - stehen in Imst insgesamt zehn Audio-Erzählungen und ein Video zur Verfügung. So ist beispielsweise die Belagerung des ehemaligen Gerichtsgebäudes durch die Bauern im Jahr 1519 ein Thema, über das der Nutzer bei der heutigen Bezirkshauptmannschaft Näheres erfährt. Mit einer von vier Graffiti-Montagen stellt diese Station ein Highlight der App dar. Für Hannes Staggl, Obmann Imst Tourismus, gilt es, den 500. Todestag von Kaiser Maximilian nicht verstreichen zu lassen, sondern etwas Besonderes daraus zu machen: „Es ist unsere Aufgabe, Bürger und verweilende Gäste mit auf die Reise von Maximilian zu nehmen.“ Laut Staggl bietet die neue App aufgrund der modernen und ansprechenden Umsetzung eine ideale Möglichkeit „in die Welt von Max einzutauchen“ und Geschichte direkt vor Ort zu erleben. „Jeder, der ein Smartphone besitzt, sollte sich diese App downloaden“, empfiehlt Staggl.

Schauplatz REutte

In der Rubrik „1519 kompakt“ erhalten Nutzerinnen und Nutzer der App einen Überblick über das Reutte vor 500 Jahren. So erfährt man, dass Kaiser Max mindestens zwölfmal vor Ort war, die Hälfte seiner Aufenthalte verbrachte er zur Jagd auf Burg Ehrenberg. An vier Stationen – dem Marktplatz, der Pfarrkirche, dem Zeillerplatz sowie dem Kleinfeldweg mit Blick auf die Reste der Burg Ehrenberg – wird man mittels neun Audio-Erzählungen in die Zeit Maximilians zurückversetzt. Für Ronald Petrini, Geschäftsführer des TVB Naturparkregion Reutte, bietet die App einen attraktiven Mehrwert, sowohl für Gäste, als auch für Einheimische: „Die App 1519 zahlt unmittelbar in den Markenwert »erlebbare Geschichte« der Naturparkregion Reutte ein. Audiovisuell wechselt der User von der heutigen zur damaligen Sicht und wandelt so auf den Spuren des letzten Ritters und ersten Kanoniers – kompakt erlebenswert.“

Zahlen und Fakten

Die App wurde im Rahmen des Maximilianjahres 2019 zu je 50 Prozent vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck gefördert. Bis Ende 2020 ist sie ausfinanziert. An der zwei Jahre andauernden Entwicklung der Anwendung waren über 70 Personen beteiligt. Die Programmierung und das Design erfolgte von der Werbeagentur florianmatthias, an den einzelnen Visuals waren insgesamt neun verschiedene Grafikagenturen beteiligt. Für die Recherche und Aufbereitung der wissenschaftlichen Grundlagen wurden Heidegger, Hilber und Siegl (Die HISTORIKERinnen) von lokalen Experten unterstützt. Das rund sechs Stunden umfassende Audiomaterial wurde vom bekannten Autor Christoph W. Bauer verfasst. Untermalt wird die Geschichtenerzählung durch eigens komponierte Musik von Michael F. P. Huber, Tanzchoreographien von Eva Müller oder Street-Art-Elementen von Daniel Pfurtscheller.

Die „1519“-App steht ab sofort im App Store und Google Play Store gratis zum Download bereit. Bis August wird eine italienische Variante der Anwendung verfügbar sein.

Alle Inhalte sind auch über www.1519.tirol abrufbar. 

FÜR RÜCKFRAGEN

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Freuen sich über den Start der App (v.l.n.r.): Manuel Lampe (GF Agentur fundus GmbH), Simone Zangerl (GF TirolWest), Peter Vöhl (Vizebürgermeister Stadtgemeinde Landeck), Robert Gander (Gesellschafter Rath & Winkler) und Franz Geiger (Bezirksmuseumsverein Schloss Landeck)

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V.l.n.r.: Manuel Lampe (GF Agentur fundus GmbH), Hannes Staggl (Obmann Imst Tourismus) und Robert Gander (Gesellschafter Rath & Winkler) bei der App-Präsentation in Imst.

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Haben die App bereits installiert (v.l.n.r.): Manuel Lampe (GF Agentur fundus GmbH), Ronald Petrini (GF TVB Naturparkregion Reutte) und Klaus Wankmiller (Obmann Stv. Museumsverein des Bezirkes Reutte)

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Robert Gander vom Büro Rath & Winkler (r.) erklärt die inhaltlichen Highlights der App.

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Manuel Lampe, Agentur fundus GmbH (l.) und Robert Gander, Rath & Winkler (r.) präsentieren die die neue App „1519“.

Bildnachweis: Polak Mediaservice (Abdruck honorarfrei)