30. Oktober 2019
Mobilität Ötztal

Längenfelder Bevölkerung mit vielen Ideen zur Mobilität

Die Ötztaler Thermengemeinde war Schauplatz für den zweiten Termin des Bürgerbeteiligungprozess „Ötztal 2030". Zur Sprache kamen dabei viele kreative Ansätze, die bei weiteren Veranstaltungen vertieft werden.

In seiner Rolle als Gastgeber dankte Längenfelds Bürgermeister Richard Grüner allen Interessierten für ihr Erscheinen und die Bereitschaft sich zu engagieren. Er untermauerte seine Erwartungshaltung: „Das Einbeziehen der Bevölkerung und deren Ideen sind von entscheidender Bedeutung für das Gelingen des Projekts." Dementsprechend gestaltet sich die weitere Vorgangsweise. Nach den Auftaktterminen in den einzelnen Ötztaler Gemeinden folgen auf Ortsebene weitere Zusammenkünfte, bei denen die Inhalte im Zusammenspiel mit Verkehrsexperten vertieft werden. „Dieser Prozess wird knapp ein Jahr dauern. Dinge, die schnell umsetzbar sind, werden natürlich schon früher realisiert", erklärt Moderatorin Mag. Marion Amort. Einen Einblick in die Verkehrssituation im mittleren Ötztal gab Dipl.-Bw. Andreas Knapp MBA, der die Mobilitätsstrategie „Ötztal 2030" vorantreibt. „Besonders in Längenfeld und Sölden gibt es einen sehr hohen Anteil an Binnenfahrten. Das sind jene Strecken bei denen Start und Ziel innerhalb der Gemeindegrenzen liegen", so Knapp. Die Verkehrszählung für die Thermengemeinde ergab allein 6.350 solcher PKW-Fahrten an einem Tag. 

Viele Gedanken zur Mobilität

Den größten Part des Abends nahmen die Gruppenarbeiten ein, bei denen die Anwesenden ihre Ideen und Vorstellungen niederschrieben und vortrugen. Die Bandbreite der Beiträge reichte vom selbstkritischen Hinterfragen bis hin zu Reaktionen auf talweite Einflussfaktoren in Sachen Verkehr. Auf Gemeindeebene wurde angeregt, mehr Strecken per Rad oder zu Fuß zurückzulegen, der freiwillige Verzicht auf das „Eltern"-Taxi zu Schule und Kindergarten oder Basis-Infrastruktur wie Radständer zu schaffen. Als innovativer Ansatz wurden Ermäßigungen für Urlauber bei Online-Buchung genannt, die mit Bahn und Bus anreisen. Zur Sprache kam auch der Fokus auf regionales Einkaufen statt Online-Shopping. Bei Letzterem sollte zumindest die Logistik gebündelt werden, dass deutlich weniger Kleintransporter durch das Ötztal unterwegs sind. Ebenfalls deponiert wurde der Wunsch nach Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie günstigeren Ticketpreisen für Einheimische, die den Umstieg attraktivieren.

Transparente Information

Am Mittwoch, 13. November, folgt für die Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger von Sautens um 19 Uhr im dortigen Feuerwehrhaus die nächste Veranstaltung der Bürgerbeteiligungsprozesse. Wer sich vorab schon über die Ergebnisse aus Oetz und Längenfeld informieren will, kann dies auf den Websites der jeweiligen Gemeinden tun. Gebündelte Informationen von allen Terminen liefert in Kürze eine eigene Website zur Mobilitätsstrategie „Ötztal 2030".

FÜR RÜCKFRAGEN

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Bürgermeister Gemeinde Oetz
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Mobilitäts-Koordinator Dipl.-Bw. Andreas Knapp MBA erläuterte die Verkehrssituation in Längenfeld. 

Bildnachweis: Alps Mobil (Abdruck honorarfrei)

Bgm. Richard Grüner tauschte sich mit den Bürgerinnen und Bürgern aus. 

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Aus den Gruppenarbeiten resultierten viele Vorschläge und kreative Ansätze, um den Verkehr zu reduzieren. 

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Bgm. Richard Grüner, Moderatorin Mag. Marion Amort und Mobilitäts-Koordinator Dipl.-Bw. Andreas Knapp MBA (v.l.n.r.) hoffen, dass sich viele Ötztaler und Ötztalerinnen beim Bürgerbeteiligungsprozess engagieren. 

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Moderatorin Mag. Marion Amort im direkten Austausch bei der Veranstaltung in Längenfeld.  

Bildnachweis: Alps Mobil (Abdruck honorarfrei)