21. Oktober 2019
Mobilität Ötztal

Großes Interesse für Bürgerbeteiligungsprozess in Oetz

Im Vorderen Ötztal fand die erste Veranstaltung des Bürgerbeteiligungsprozess im Rahmen der Mobilitätsstrategie „Ötztal 2030“ statt. Viele interessierte Oetzerinnen und Oetzer nahmen daran teil.

Das Thema Verkehr bewegt die Menschen im Ötztal. Dies war augenscheinlich beim Startschuss der Bürgerabende im gefüllten Saal Ez in Oetz. Bürgermeister Ing. Hansjörg Falkner dankte den Anwesenden für ihr Erscheinen und die Bereitschaft aktiv mitzuwirken. „Nur gemeinsam können wir eine Verkehrsentlastung für unser Tal erreichen. Die Bevölkerung übernimmt dabei einen wesentlichen Part im Einbringen von Ideen", so Falkner. Weitere Impulse lieferte Koordinator Dipl.-Bw. Andreas Knapp MBA, der die Mobilitätsstrategie „Ötztal 2030" verantwortet. „Vorstellbar sind halbstündliche Busverbindungen und Mitfahrbörsen, der Ausbau des Radnetzes oder die Verbesserung der Logistik der Paketdienste. Letzten Endes müssen die Ziele von der Bevölkerung getragen werden", so Knapp. Der emotionalen Stimmung im Vorfeld der Veranstaltung begegnete die Moderatorin Mag. Marion Amort mit einer dialogorientierten Arbeitsweise. In kleinen Gruppen tauschten die Oetzerinnen und Oetzer ihre Gedanken, Fragen und Ideen aus, bevor diese dann im Plenum vorgestellt wurden. „Diese Arbeitsweise sichert, dass sich alle konstruktiv einbringen können und gehört werden“, so die Moderatorin. Der Verkehrsplaner Dipl.-Ing. Dr. Helmut Köll ging in seiner Präsentation auf die Besonderheiten von Oetz und dem Ötztal in Sachen Mobilität ein. Sowohl die Auswirkungen des Tourismus als auch das Mobilitätsverhalten der Einheimischen wurden beleuchtet.  „Oetz verzeichnet einen starken Pendlerverkehr ins Inntal. Durch die Lage am Taleingang ergibt sich ein 50%iger Anteil am Durchfahrtsverkehr", so Köll. Im Bezirks- und Landesvergleich attestiert der Experte eine höhere Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs. 

Direkter Input der Bürger

Ihre Meinungen, Ideen und Vorstellungen konnten die Bürger in Form von Gruppenarbeiten einbringen. „Der Austausch in kleineren Einheiten ist eine ausgezeichnete Methode, um die Meinung anderer zu erfahren und sich darüber auszutauschen", hob Moderatorin Amort hervor. „Wie erlebe ich selbst Verkehr und Mobilität? Wo sehe ich die Knackpunkte in der Gemeinde bzw. im Tal" oder „Wie schaffen wir es, den Verkehr zu reduzieren? Welche Ideen haben wir in der Gemeinde und im Tal?" lauteten einige der gestellten Fragen an diesem Abend. Einige Impulse wurden im Kreis aller Teilnehmer besprochen. Damit keine Ideen verloren gehen, werden alle Anregungen protokolliert und in einem weiteren Treffen vertieft besprochen. Alle Ergebnisse des Termins in Oetz können demnächst auf der Website der Gemeinde nachgelesen werden. 

Zweiter Termin im mittleren Ötztal

Am Montag, 28. Oktober, sind alle Längenfelderinnen und Längenfelder eingeladen, ihre Sicht zu Verkehr und Mobilität auszutauschen und Lösungsideen einzubringen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Gemeindesaal.

FÜR RÜCKFRAGEN

Ing. Hansjörg Falkner
Bürgermeister Gemeinde Oetz
Hauptstrasse 51
A-6433 Oetz
T +43 664 32 20 271
buergermeister@oetz.tirol.gv.at

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Bgm. Ing. Hansjörg Falkner, Verkehrsplaner Dipl.-Ing. Dr. Helmut Köll, Moderatorin Mag. Marion Amort und Mobilitäts-Koordinator Dipl.-Bw. Andreas Knapp MBA (v.l.n.r.) freuten sich über das große Interesse. 

Bildnachweis: Ewald Auer (Abdruck honorarfrei)

In Form von Gruppenarbeiten konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinungen, Ideen und Vorstellungen einbringen. 

Bildnachweis: Sieghard Schöpf (Abdruck honorarfrei)

Nach dem erfolgreichen Auftakt in Oetz folgt am 28. Oktober der nächste Termin in Längenfeld. 

Bildnachweis: Sieghard Schöpf (Abdruck honorarfrei)