12. Februar 2020
Pfeifer Group

Pfeifer Holz fordert Tagzeitfenster für Güterzüge zum Standort Unterbernbach

Unternehmensvertreter begrüßten kürzlich den Abgeordneten zum Bayerischen Landtag Peter Tomaschko am Werksgelände in Unterbernbach (Markt Kühbach), um die bevorstehende Einschränkung des Güterverkehrs auf der Paartalbahn zu thematisieren. Reduzierte Zeitfenster für die Beladung hätten eine vermehrte Lkw-Belastung für die Region zur Folge, die Rohstoffversorgung und somit auch die Standortsicherheit wären gefährdet.

Der geplante Ausbau des Personenverkehrs auf der Strecke Augsburg – Aichach bereitet der seit 2005 in Unterbernbach ansässigen Holzindustrie Pfeifer einiges Kopfzerbrechen: „Aktuell können wir unseren Standort in der Zeit von 20 Uhr bis 1.30 Uhr und von 4.20 Uhr bis ca. 5.30 Uhr bedienen, samstags erhalten wir Zeitfenster auch tagsüber. Noch – denn mit Fahrplanwechsel im Mai 2020 endet diese Regelung, da Aichach ab diesem Zeitpunkt auch am Wochenende im Halbstundentakt angebunden wird“, befürchtet Gernot Hormeß, Geschäftsführer der Pfeifer Holz GmbH, eine massive Einschränkung des Güterverkehrs auf der eingleisigen Paartalbahn mit negativen Folgen für den Standort. Diese Problematik brachte Hormeß gemeinsam mit Werksleiter Uwe Herold, dem Logistik-Leiter der Pfeifer Group Herbert Stöckl und seinem Stellvertreter Gerhard Reindl in Unterbernbach dem für den Stimmkreis Aichach-Friedberg zuständigen Abgeordneten Tomaschko bei einem Lokalaugenschein vor. Auch der Kühbacher Bürgermeister Hans Lotterschmid zeigte bei diesem Termin ein offenes Ohr für die Anliegen des Unternehmens.

Bahnanschluss sichert Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität

Drei bis vier Züge wöchentlich beliefern das Werk derzeit über den firmeneigenen Gleisanschluss umweltfreundlich mit Rundholz, vorwiegend aus dem süddeutschen Raum. Aufgrund der klimabedingten Entwicklungen am Holzmarkt wird sich diese Zahl in den nächsten Jahren erhöhen müssen, um den Standort wirtschaftlich betreiben zu können. „Falls unsere Rundholzzüge nicht mehr direkt nach Unterbernbach fahren könnten, müsste die Ware im Großraum Augsburg auf LKWs umgeladen werden. Pro Zug würde dies rund 50 zusätzliche LKWs bedeuten, die das Werk ansteuern“, verweist Logistik-Chef Stöckl auf negative Auswirkungen auf die Anrainer. Effektiv wird der Straßenverkehr rund um das Firmengelände durch den eigenen Gleisanschluss jährlich um rund 5.600 LKW-Fahrten entlastet.

Forderungen und Vorschläge an die Politik

Pfeifer deponierte bei Landtagsabgeordneten Tomaschko den Wunsch nach zusätzlichen Tagzeitfenstern, um den Güterzugverkehr auf der Paartalbahn zu forcieren. Konkret wurde angeregt, die im Personenverkehr weniger stark frequentierten Zeiträumen vor- und nachmittags zu nutzen. Nicht nur eingehende Rundholzlieferungen, sondern auch ausgehende Schnittholztransporte könnten somit künftig flexibler abgewickelt werden. Die angestrebte Elektrifizierung sowie einen möglichen zweigleisigen Ausbau der Strecke Augsburg – Aichach würde Pfeifer ausdrücklich begrüßen, als aktuell wichtigsten Ansatzpunkt identifizieren die Logistik-Experten die Sanierung der Eisenbahnbrücke zwischen Unterbernbach und Schrobenhausen. Würde diese Verbindung für Lasten bis 22,5 Tonnen Achslast ausgelegt, könnte Pfeifer den gesamten Güterverkehr über Ingolstadt führen. Dies würde dem dicht getakteten Personenverkehr zwischen Augsburg und Aichach zugutekommen.

Wichtiger Wirtschaftsplayer und Arbeitgeber

Der traditionsreiche Holzindustrie-Standort in Unterbernbach gehört seit 2005 zur österreichischen Pfeifer Group, die insgesamt acht Niederlassungen in Österreich, Deutschland und Tschechien betreibt. 2007 wurde der werkseigene Gleisanschluss im Kühbacher Ortsteil Unterbernbach errichtet. Am vollintegrierten Standort wird der CO2-neutrale Rohstoff Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zu 100 Prozent verarbeitet, die jährlichen Produktionsmengen betragen 500.000 m³ Schnittholz, 200.000 m³ Palettenklötze, 120.000 t Pellets und 75 Mio. KWh Strom. Pfeifer beschäftigt in Unterbernbach aktuell 284 Mitarbeiter, darunter 18 Azubis in den Bereichen Kaufmann/-frau für Büromanagement, Elektroniker, Industriemechaniker und Holzbearbeitungsmechaniker.

Die Pfeifer Group zählt zu den traditionsreichsten und wettbewerbsstärksten Unternehmen der europäischen Holzindustrie mit rund 2.000 Mitarbeitern an 8 Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien. 3,8 Mio. Festmeter Holz werden in den vollintegrierten Sägewerken der Gruppe zu Schnittholz und Hobelware, Betonschalungsplatten, Schalungsträgern, Brettsperrholz (CLT), Brettschichtholz, verleimten Massivholzplatten sowie Palettenklötzen, Briketts, Pellets und Biostrom verarbeitet. Exportiert wird in 90 Länder weltweit.

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Über den Ausbau des Güterverkehrs auf der Paartalbahn diskutierten v.l. Hans Lotterschmid (Bürgermeister Kühbach), Herbert Stöckl (Leiter Logistik der Pfeifer Group), Peter Tomaschko (Abgeordneter im Bayerischen Landtag), Gernot Hormeß (Geschäftsführer Pfeifer Holz GmbH), Uwe Herold (Werksleiter Unterbernbach) und Gerhard Reindl (stv. Leiter Logistik der Pfeifer Group).

Bildnachweis: Pfeifer Group (Abdruck honorarfrei)

Die gesicherte Versorgung mit Rundholz ist entscheidend für den Pfeifer-Standort Unterbernbach.

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