Beim Profitreff des PRVA waren mit Arie Bohrer, Direktor Location Austria, und Filmtourismus-Experte Stephan Rösch auf Einladung von Roman Polak (der auch als Moderator agierte) zwei intime Kenner des Filmbusiness zu Gast. Die beiden Filmprofis erörterten, wie sich nachhaltig touristisch Nutzen aus Filmproduktionen schlagen lässt. Arie Bohrer arbeitet mit Erfolg daran Top-Filmproduktionen wie „Spectre“ oder „Mission Impossible V“ ins Land zu bringen. Stephan Rösch wiederum entwickelt Konzepte für Tourismus-Destinationen, um diese Drehs filmtouristisch zu verwerten. In dieser Funktion beriet der sympathische Bayer unter zahlreichen namhaften Ländern, Regionen und Städten z. B. Nordirland Tourismus, wie sie nachhaltige Tourismuskonzepte rund um den „Star Wars“-Dreh nutzen können. Begonnen hat Rösch übrigens als Fremdenführer in Neuseeland, wo er „Herr der Ringe“-Fans aus aller Welt zeigte, hinter welchem Busch Frodo Beutling lag. Rösch: „Genau diese Dinge faszinieren die Fans der Reihe.“ Sein klarer Auftrag: Die latente Begeisterung von Filmfreunden lässt sich in bare Münze umwandeln – so man aktiv schlüssige Produkte aus dem „Erbe“ der Drehs entwickelt. Arie Bohrers Karriere ist nicht nur reich an erfolgreich an Land gezogenen Produktionen, sondern auch an illustren Anekdoten. Eine davon: Er war der Mann der George Michael zum Schnee brachte. Nämlich jenem, den es im ganzen Alpenraum nicht gab, als man das Video zu „Last Christmas“ von WHAM stilecht drehen wollte. Bohrer fand die weiße Prach dennoch – per Helicopter, der ihn von der Terrasse eines Schweizer Nobelhotels abholte. Was die Freundlichkeit des Hotels gegenüber dem abgerissen auftretenden Location-Scouts schlagartig erhöhte. Der Dreh für das legendäre Musikvideo stand schlussendlich knapp an der Kippe: die Popstars wären fast zu spät zu den Aufnahmen gekommen – die 80er-Frisuren wollten und wollten einfach nicht sitzen. Der Rest ist (Musik-)Filmgeschichte!